Löschney- Leśna

Löschney wurde im Zuge der vom Oberpräsidenten der Provinz Schlesien verfügten Ortsnamenänderungen laut Verfügung vom 26. Februar 1937 in „Talhein“ umbenannt.

Beschreibungen aus verschiedenen Epochen

1789 - Leschney, zur Herrschaft Rückers gehörig. Dieser Name scheint auch böhmisch, und von den ersten Erbauern des Ortes hergenommen zu seyn. Vormals war es ein Domainendorf, jetzt ist der Freyherr v. Stillfried Besitzer davon. Es hat nur 12 Gärtner- und Häuslerstellen. Einwohner 80, worunter 1 Fleischer, 14 Leinweber, 1 Schuster. In der Gegend liegt der Ratschenberg.

Zimmermann, Beyträge zur Beschreibung von Schlesien Bd. 9, 1789

 

Blick Löschnei      Bild: Wratislavie Amici.

 

1845 - Löschney, böhmisch Lisney, Dorf, Regierung und Oberlandesgericht Breslau (Münsterberg-Glaz'sche Fürstenthums-Landschaft) Glaz, Westlich 3 ¼ Meilen, Post Lewin. Rittergutsbesitzer Pohl, Patrim Gericht Friedersdorf, auch criminaliter Justitiar Richter in Lewin. 11 Häuser, 51 kath. Einwohner, kath. Kirche zu Lewin Stadt 8 Baumwollwebstühle, 3 Wollwebstühle.

J.G. Knie, Alphabetisch-statistisch-topografische Uebersicht der Dörfer, Flecken, Städte und anderer Orte der Königl. Preuß. Provinz Schlesien, 1845

 

1932 - Löschnei (Löschney): 1477 Lestny; 1560 Lesne, Lissney; 1631 Löschnei. Auf Grund der ersten Form kann man mit Chlupp den Namen von Iěšti bzw. leština Haselgebüsch ableiten, falls die Form echt ist; die späteren weisen auf altslawisch lěsu, tschisch les Laubwald; das auslautende s wurde bei antretendem Suffix (i)nu zu š erweicht: Lešni. Diese Endung ni, die in Orts Namen oft zu no und na wurde, zeigt gerade in Orts Namen der Lewiner Gegend eine merkwürdige Dehnung zu nei (ney): Slaney, 'Tscherbeney, Straußeney; auch urspr. (i)nov wandelt sich in nei: Krzischnei, Tschischnei, oder ov erweitert sich ähnlich: Blaschewei, für Gellenau; schon 1560 schreibt das Dekanatsbuch des Neaetius, Gerzikowiz pusIey' statt pusly (groß). pusley statt malý usw.

Paul Klemenz, Die Ortsnamen der Grafschaft Glatz,Breslau 1932

 

 
 

1840 war Herr von Pohl Eigentümer von Löschney. Es waren jetzt hier 11 Häuser und 11 Leinwandwebstühle. Zur Mitte des 19. Jahrhunderts war Löschney ein kleines Zentrum der Hausweberei, aber nach dem Niedergang der Weberei führte die Bevölkerung ein kärgliches Leben, da sie allein von dem Ertrag der Landwirtschaft leben mußte. In der zweiten Hälfte des 19. Jh. entstand ein Gasthaus, und Touristen, die von Lewin auf den Ratschenberg und nach Karlsberg wandernde , fingen an Löschney zu besuchen.

Nach 1945 ist Löschney ein Bauerndorf geblieben, aber es entvölkert sich allmählich.

Quelle: Góry Stołowe,Tom 13, Warschau, 1996 / aus dem polnischen übersetzt

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