Dörnikau- Darnków

Dörnikau: 1477 Drnkow; 1625 auf der Karte der Glaciographia (Aelarius): Dirnka, im Volksmund noch heute Dirnke oder der Dernka. Kommt von tsch. drn = Rasen, dessen Verkleinerungsform drnck die mit dem adject. suff. ov regelrecht gebildete Form Drnkov = Rasenort ergibt; daraus Dörnikau, mit Einschiebung des zur Aussprache notwendigen Vokals und Umdeutschung von ov zu au. Kolonie.: Klötzerplan; dem Forstbetrieb entlehnter F1urname.

Paul Klemenz, Die Ortsnamen der Grafschaft Glatz,Breslau 1932

 

Rabenkoppenbaude mit Rabenkoppe und Dörnikauer Schlucht bei Bad Kudowa      Wratislaviae Amici - dolny.slask.org.pl

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Im Jahr 1765 wohnten hier 30 Häusler die sich hauptsächlich mit der Weberei beschäftigten. 1787 waren es 18 Häusler worunter sich 11 Leinweber befanden. Es gab auch eine Brennerei und ein königliches Jägerhaus. Im 19. Jh. sind zwei, heute nicht mehr existierende Kolonien entstanden. 1840 gab es hier eine Wassermühle und eine Brennerei und 10 Baumwollwebstühle. Später entstanden das königliche Forsthaus und die Schule. Ungefähr im 19. Jh. ist in Dörnikau das Gasthaus entstanden, welches von den Touristen und den Kurgästen aus Bad Kudowa gern besucht wurde. Die Gegend um Dörnikau verliert danach sehr schnell ihre Anziehungskraft, und damit auch die Route von Lewin nach Carlsberg über Dörnikau, die in alten Führern als sehr malerisch empfohlen wurde.

Quelle: Góry Stołowe,Tom 13, Warschau, 1996 / aus dem polnischen übersetzt

 

Dörnikau und Kessel

1929 - Kessel wird zu Dörnikau eingemeindet.

Die bisher selbständige Gemeinde Kessel wurde durch Beschluß des Preußischen Staatsmisteriums vom 6. März 1929 am 1. April 1929 mit der Gemeinde Dömikau zu einer Landgemeinde zusammengeschlossen, obwohl sich beide Gemeinden dagegen gewehrt hatten.

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